Urlaub vor der Haustür

Es muss nicht immer Balkonien sein

 

Schloss Wernigerode (Katharina Hamann)
Schloss Wernigerode (Katharina Hamann)

von Katharina Hamann und Kristin Fricke

 

Die vorlesungsfreie Zeit ist da, doch weder Geldbeutel noch Terminkalender lassen einen langen Urlaub zu? Kein Problem: In Göttingens Umgebung gibt es viele Ziele für Kurzurlaube und Tagestrips, die Abwechslung von Klausurenstress und Balkonien bieten. Hier sind die Tipps der AUGUSTA.

 

Mittelalterluft schnuppern? Auf zur Burg!

Hast du dir auch schon einmal eine Zeitmaschine gewünscht, mit der du zurück ins Mittelalter reisen kannst? Wenn die Uni dir das nächste Mal einen freien Tag einräumt, dann nutze ihn, um die historischen Schlösser und Burgen in der Region Göttingens zu besuchen! Dafür musst du gar keine langen Wege in Kauf nehmen. Sieben Kilometer nördlich unserer Stadt liegt eine der meistbesichtigten Burgen Deutschlands: Die Plesseburg. Erbaut im 11. Jahrhundert ist sie heute Wanderziel, Hochzeitsschloss und Vorführungsort für zahlreiche Kulturveranstaltungen. Wer es wildromantischer mag, der sollte einen Abstecher zum Brüder Grimm-Schloss Sababurg in Hofgeismar machen. Im sagenhaften Reinhardswald gelegen, und ehemals von einer ausgedehnten Rosenhecke umgeben, war dieser Ort Inspiration für die Dornröschengeschichte und verzaubert auch heute noch mit seiner Märchenhaftigkeit Jung und Alt. Eine der schönsten Burgruinen Mitteldeutschlands prägt das Landschaftsbild im Eichsfeld: Die Burg Hanstein. Wie auch im spätmittelalterlichen Schloss Berlepsch bei Witzenhausen kann man sich hier als Besucher*in während historischer Führungen und Mittelalterfestspielen wie in einer anderen Zeit fühlen.

 

Wo Werra und Fulda sich küssen…

… lässt sich auch ein schöner Ferientag verbringen. Hannoversch Münden liegt etwa 30 km südwestlich von Göttingen und ist das perfekte Ziel für eine sommerliche Fahrradtour. Sollte der alte Drahtesel nicht mehr für solche Strecken geeignet sein (oder man eine andere fadenscheinige Ausrede parat hat), lässt sich die Drei-Flüsse-Stadt von Göttingen aus bequem mit dem Zug erreichen. Hann. Münden ist voll und ganz auf Tourismus eingestellt und hält auch einiges für den studentischen Kurzurlauber bereit: Fachwerkromantik in der Innenstadt, wassersportliche Aktivität im Kanu, idyllische (Rad) Wanderwege an Werra und Fulda und natürlich den Weserstein, inklusive kostenlosem Grundschule-Sachkundeunterricht-Flashback.

 

Dort, wo der Keiler wohnt

Nörten-Hardenberg kennen die meisten wahrscheinlich nur von der Durchfahrt im Metronom oder vom Etikett auf der Bierflasche. Zugegeben: Viel hat dieser Flecken („Bezeichnung für eine kleinere, aber lokal bedeutende Ansiedlung.“ Aha, danke Wikipedia.) nicht zu bieten. Aber das was sie haben, bringen die Hardenberger ganz groß raus: Ein Schloss mit Gestüt, eine 1000 Jahre alte Burgruine und vorharzliche Wanderwege, alles untermalt von der omnipräsenten Darstellung eines Keilers, dem Wappentier des Adelsgeschlechts von Hardenberg. Der echte Star Nörten-Hardenbergs liegt indes am Fuße der Burgruine: Die Kornbrennerei, Heimat des Hardenberger Doppelkorns und anderer katerversprechender Erfrischungen (abgesehen vom Bier, dafür muss man nach Kassel fahren). Sonnund feiertags oder nach Voranmeldung lässt sich die Brennerei auch besichtigen – inklusive einer Kornprobe vom Fass.

Weserstein in Hann. Münden (Kristin Fricke)
Weserstein in Hann. Münden (Kristin Fricke)

Die bunte Stadt für jeden Geschmack

Im Harzer Landkreis Sachsen-Anhalts finden wanderbegeisterte Abenteurer die „bunte Stadt“ Wernigerode. Zwölf Kilometer nordöstlich des Brockens gelegen bietet sie Mountainbikern, Wintersportlern und Kurzzeitnomaden einen idealen Ausgangspunkt zur Erkundung des umliegenden Naturparadieses und überzeugt gleichzeitig Kleinstadtliebhaber*innen mit ihrem historischen Flair. Geschichtsträchtige Gässchen und pittoreske Fachwerkhäuser prägen das Straßenbild Wernigerodes im Kern. Wer den Nervenkitzel beim Stadtrundgang sucht, kann sich von Hexen und Teufeln oder nachts mit der Taschenlampe an verborgene und sagenumwobene Orte führen lassen oder phantasievoll auf den Spuren von Goethe und Fontane wandeln. Für Märchenfans und Aussichtsliebhaber*innen lohnt sich der Aufstieg zum neugotischen Wernigeröder Schloss, das Besucher*innen mit seinem malerischen Blick über Stadt und Harz und mit den jährlich stattfindenden Schlossfestspielen zu begeistern weiß.

 

Dort, wo der Keiler wohnt

Nörten-Hardenberg kennen die meisten wahrscheinlich nur von der Durchfahrt im Metronom oder vom Etikett auf der Bierflasche. Zugegeben: Viel hat dieser Flecken („Bezeichnung für eine kleinere, aber lokal bedeutende Ansiedlung.“ Aha, danke Wikipedia.) nicht zu bieten. Aber das was sie haben, bringen die Hardenberger ganz groß raus: Ein Schloss mit Gestüt, eine 1000 Jahre alte Burgruine und vorharzliche Wanderwege, alles untermalt von der omnipräsenten Darstellung eines Keilers, dem Wappentier des Adelsgeschlechts von Hardenberg. Der echte Star Nörten-Hardenbergs liegt indes am Fuße der Burgruine: Die Kornbrennerei, Heimat des Hardenberger Doppelkorns und anderer katerversprechender Erfrischungen (abgesehen vom Bier, dafür muss man nach Kassel fahren). Sonnund feiertags oder nach Voranmeldung lässt sich die Brennerei auch besichtigen – inklusive einer Kornprobe vom Fass.

 

Die bunte Stadt für jeden Geschmack

Im Harzer Landkreis Sachsen-Anhalts finden wanderbegeisterte Abenteurer die „bunte Stadt“ Wernigerode. Zwölf Kilometer nordöstlich des Brockens gelegen bietet sie Mountainbikern, Wintersportlern und Kurzzeitnomaden einen idealen Ausgangspunkt zur Erkundung des umliegenden Naturparadieses und überzeugt gleichzeitig Kleinstadtliebhaber*innen mit ihrem historischen Flair. Geschichtsträchtige Gässchen und pittoreske Fachwerkhäuser prägen das Straßenbild Wernigerodes im Kern. Wer den Nervenkitzel beim Stadtrundgang sucht, kann sich von Hexen und Teufeln oder nachts mit der Taschenlampe an verborgene und sagenumwobene Orte führen lassen oder phantasievoll auf den Spuren von Goethe und Fontane wandeln. Für Märchenfans und Aussichtsliebhaber*innen lohnt sich der Aufstieg zum neugotischen Wernigeröder Schloss, das Besucher*innen mit seinem malerischen Blick über Stadt und Harz und mit den jährlich stattfindenden Schlossfestspielen zu begeistern weiß.

 

Ausgabe Juni 2017

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